BenQ TK850i

BenQ TK850i

Mit dem TK850i hat das taiwanesische Unternehmen BenQ einen Nachfolger zum BenQ TK850 veröffentlicht, der seinem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich sieht. Für welchen gravierenden Unterschied das unscheinbare „i“ im Namen steht und wie sich der Heimkinobeamer in den Bereichen Bildqualität und Ausstattung schlägt, verrät Ihnen der nachfolgende Testbericht.

Stark reduziert
BenQ TK850 UHD Heimkino...
  • 4K UHD-Auflösung
  • HDR Pro (HLG + HDR10)
  • Cinematic Color (98% Rec. 709)

Ein erster Blick auf den BenQ TK850i Heimkinobeamer

Vergleicht man den BenQ TK850 und den BenQ TK850i miteinander, gleichen sich beide Geräte wie ein Ei dem anderen. Zumindest in Blick auf die Optik des Geräts hat BenQ hier eine große Chance verstreichen lassen.

BenQ TK850i Übersicht

Schon das Vorgängermodell wirkte durch sein vollständig aus dünnerem Kunststoff bestehendes Gehäuse nicht allzu hochwertig, wenngleich die farbliche Kombination aus einem weißen Grundanstrich und einer Frontseite in metallic-blau durchaus überzeugen kann.

Mit seinen Abmessungen von 38 x 26.3 x 12.7 cm ist der BenQ TK850i Heimkinobeamer angenehm kompakt, zudem fällt er mit einem Gewicht von rund 4 kg auch nicht allzu schwer ins Gewicht – weshalb man ihn durchaus mal zu Freunden oder Bekannten mitnehmen kann, um hier einen gemütlichen Filmeabend zu veranstalten.

Abgesehen vom preiswerten Kunststoff ist die Verarbeitung des Beamers sehr gut.

Die abgerundeten Ecken sind hübsch anzusehen, es gibt keinerlei hässliche Kanten und die Lüftung- und Lautsprecherschlitze wurden stimmig in das Gehäuse integriert. Auf der Oberseite des Beamers ist ein Bedienpanel mit den wichtigsten Funktionen integriert, ebenfalls vorhanden sind hier Einstellungsmöglichkeiten für Fokus, Zoom und Lens-Shift. Natürlich kann man seine bevorzugten Einstellungen auch einfach über die beiliegende Fernbedienung tätigen, die erfreulicherweise auch über eine integrierte Hintergrundbeleuchtung verfügt.

BenQ TK850i Fernbedienungen
😳 Eher ungewöhnlich:
Neben der Fernbedienung liegt dem Lieferumfang noch ein zweiter Handsender bei, dessen Aufmachung ein wenig an die Fernbedienung des Amazon Fire TV Sticks erinnert. Neben dem moderneren Look bietet die zweite Fernbedienung auch eine bequeme Nutzung der integrierten Sprachsteuerung. Warum man aber nicht einfach alle Funktionen in einer Fernbedienung zusammengelegt hat, weiß wohl nur BenQ selbst.

Anschlussmöglichkeiten

Rückseite BenQ TK850i

Auf der Rückseite des BenQ TK850i finden sich zahlreiche gängige Anschlussmöglichkeiten, die man von einem modernen Heimkinobeamer erwarten kann. Es gibt gleich zwei HDMI-Anschlüsse, über die sich beispielsweise ein Blu-ray-Player oder eine Spielekonsole anschließen lassen, ebenfalls mit an Bord sind zwei USB-Anschlüsse zur Nutzung als Media Player. K

omplettiert wird das Anschlusspanel durch eine RS-232-Schnittstelle und einen 12V Trigger zur Leinwandsteuerung, einen optischen Ausgang und einen Kopfhöreranschluss. Für eine kabellose Verbindung mit diversen kompatiblen Endgeräten hat BenQ dem TK850i auch Wi-Fi und Bluetooth spendiert, auf einen alternativen LAN-Anschluss muss man hingegen verzichten.

BenQ TK850i Anschlüsse

Interessant ist in Hinblick auf die Anschlussmöglichkeiten auch noch ein spezieller Freiraum, der sich unter einem Deckel des Gehäuses befindet. Bereits eingangs haben wir die berechtigte Frage in den Raum geworfen, wo genau eigentlich der Unterschied zwischen dem BenQ TK850 und dem BenQ TK850i zu finden ist.

Die Antwort auf diese Frage findet sich genau unter dem besagten Gehäusedeckel: Hier lässt sich ein kleiner WiFi-Dongle einstecken, der danach ganz bequem mit dem heimischen WLAN verbunden wird. Anschließend kann man auf die gigantische Medienbibliothek von Android TV zugreifen und auf diese Weise zahlreiche beliebte Apps wie Amazon Prime VideoNetflix, Disney+ & Co nutzen – mehr als 5.000 Apps stehen im Play Store von Google zur Verfügung.

BenQ TK850i mit Dongle

Da der WiFi-Dongle bereits m Lieferumfang des Beamers enthalten ist, muss man sich keinen separaten Streaming-Stick zulegen und kann dennoch das volle Multimedia-Felling genießen.

Die Ausstattungs-Highlights des BenQ TK850i Beamers

Ein wichtiger Pluspunkt, mit dem BenQ den TK850i Heimkinobeamer bewirbt, ist die gebotene 4K-Auflösung. In Zeiten von immer schärferen und hochauflösenderen Filmen ist ein 4K-Beamer für viele Cineasten sicherlich interessant.

Schaut man sich den BenQ TK850i jedoch etwas genauer an, wird schnell klar, dass dieser gar keine native 4K-Auflösung bietet. Stattdessen kann er maximal 1.920 x 1.080 Bildpunkte darstellen, was wiederum der gängigen Full-HD-Auflösung entspricht.

Stark reduziert
BenQ TK850 UHD Heimkino...
  • 4K UHD-Auflösung
  • HDR Pro (HLG + HDR10)
  • Cinematic Color (98% Rec. 709)

Dass BenQ den TK850i dennoch als 4K-Beamer vertreiben darf, beruht auf einem (mittlerweile weit verbreiteten) Trick: Über die zum Einsatz kommende XPR-Technologie wird jedes Pixel viermal übereinander dargestellt – wenn auch minimal versetzt. Beim Zuschauer entsteht so der Eindruck einer vierfachen Auflösung, die der echten 4K-Auflösung auch tatsächlich verblüffend nah kommt – wenngleich das gebotene Bild nicht gänzlich an diese heranreicht.

Nutzung in hellen Räumen

Darüber hinaus kann der BenQ TK850i mit HDR-Kompatibilität, dem originalgetreuen Farbraum REC 709 und sehr guten 3.000 ANSI-Lumen überzeugen, die auch eine Nutzung in helleren Räumen ermöglichen.

Der BenQ TK850i Heimkinobeamer im Praxistest

Wie man es von Beamern aus dem Hause BenQ gewohnt ist, erfolgt auch die Einrichtung des BenQ TK850i kinderleicht. Durch den 1,3-fachen Zoom und Lens-Shift erweist sich die perfekte Ausrichtung des Geräts als angenehm einfach, wenngleich bei Lens-Shift nur ein überschaubarer Spielraum von 10 Prozent zur Verfügung steht.

Im Gegensatz zu vielen anderen Beamern ermöglicht das Gerät erfahrenen Anwendern eine Vielzahl von Feinabstimmungen, um das perfekte Bild zu erzielen – etwa eine besonders detaillierte Farbraumanpassung.

Wer sich eher als Einsteiger bezeichnen würde, kann sich alternativ einfach für einen der mehreren angebotenen Modi entscheiden und das Bild auf diese Weise anpassen: Hier steht unter anderem der Filmmodus „Cinema“ zur Auswahl bereit, welcher den Farbraum REC 709 zu 100% abdeckt.

BenQ TK850i Menü Knöpfe
Menü auf der Oberseite

Ohnehin kann die Bildqualität des BenQ TK850i auf ganzer Linie überzeugen: Obwohl es sich nicht wirklich um echte 4K-Auflösung handelt, punktet die Projektion durch eine knackige Schärfe, die auch die äußeren Ränder erreicht – darüber hinaus darf man sich auf lebendige Farben und ein gutes Kontrastverhältnis mit guten Schwarzwerten freuen. Letztere sind jedoch vor allem in sehr dunklen Filmszenen nicht makellos, sondern weisen leider einen geringen Graustich auf.

Drei Dinge sind uns aber dennoch aufgefallen: Positiv hervorzuheben ist die Tatsache, dass es bei einer Verwendung bei Tageslicht nicht zu lästigen Grünstichen kommt, wie man sie leider von vielen anderen Geräten kennt – bevorzugt eingesetzt werden sollte der Beamer trotz seiner sehr guten Leistungen bei Tageslicht aber dennoch in abgedunkelten Räumen oder in den Abendstunden.

Nicht ganz so gut gefallen hat uns hingegen, dass es dem projizierten Bild in sämtlichen Modi an einer makellosen Farbtreue mangelt. Im Vergleich zu anderen Geräten, die Spielfilme exakt in den Farben wiedergeben, die sich das Filmstudio vorgestellt hat, wirkt beim BenQ TK850i alles eine oder zwei Spuren dunkler – was vor allem bei der Betrachtung von Zeichentrick- und Animationsfilmen negativ auffällt.

Die Bildwiederholungsrate von 60 Hertz sorgt hingegen dafür, dass das Bild angenehm flüssig erscheint. Wer über den Beamer jedoch eine Spielekonsole anschließen möchte, wird schnell merken, dass 60 Hertz für die meisten Spiele nicht ausreichen.

Fazit

BenQ bewirbt den BenQ TK850i zwar als 4K-Beamer, tatsächlich wird diese Auflösung aber nur mithilfe einer speziellen Hochskalierung erreicht. Im Praxistest kann sich die Bildqualität zwar dennoch absolut sehen lassen, allerdings erreicht sie nicht ganz die Perfektion einer nativen 4K-Auflösung. Zudem muss man sich mit kleinen Schwachstellen wie einer nicht ganz makellosen Farbtreue sowie einem leichten Graustich bei Schwarztönen anfreunden. Eine nette Idee ist hingegen sicherlich der im Lieferumfang enthaltene WiFi-Dongle, der einfach an den Beamer angeschlossen wird und anschließend den Zugriff auf Tausende Apps und Streamingdienste ermöglicht. Dies ist allerdings der einzige Unterschied zum Vorgängermodell TK850, sodass sich Besitzer dieses Beamers nicht zwingend den Nachfolger zulegen müssen.

Stark reduziert
BenQ TK850 UHD Heimkino...
  • 4K UHD-Auflösung
  • HDR Pro (HLG + HDR10)
  • Cinematic Color (98% Rec. 709)

Stärken
  • Gestochen scharfe Bildqualität mit kräftigen Farben und gutem Kontrast
  • Große Auswahl an gängigen Anschlussmöglichkeiten
  • Vergleichsweise gute Projektion bei Tageslicht
  • WiFi-Dongle im Lieferumfang enthalten
  • Lens-Shift-Funktion
  • Sprachsteuerung
  • 3D-kompatibel
  • Sehr einfache Bedienung
Schwächen
  • Keine echte 4K-Auflösung
  • Schwächen in den Bereichen Farbtreue, Helligkeit und Schwarzdarstellung
  • Vergleichsweise teuer in der Anschaffung
  • Keine 3D-Brille im Lieferumfang

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